Sekundarschule Straelen / Wachtendonk
Sie sind hier: Startseite » 

    Aktuell

    Schüler der Sekundarschule Straelen/Wachtendonk bauen Nisthilfe für Insekten

    Fast 80 Jahre lang sorgte ehemalige Transformatorenstation „Zur Spinne“ im Straelener Veen dafür, dass die umliegenden Höfe und Häuser mit „Haushaltstrom“ versorgt wurden.

    Als sie überflüssig wurde und der Abriss bevorstand, übernahm auf Bitten des NABU Kreisverbandes Kleve die Stadt Straelen dieses kulturhistorisch interessante Bauwerk von den Stadtwerken Krefeld und ist nun Eigentümerin. Im Gegenzug verpflichtete sich der NABU den Trafoturm zu „beleben“ und meinte das Wort wörtlich. So wurde durch die NABU-Aktiven ein Schleiereulenkasten im Oberge-schoss des Turmes eingebaut. An den Außenwänden sind verschiedene Vogel-Nistkästen aufgehängt u.a. für Meisen, Kleiber, Hausrotschwanz und Trauerschnäpper. An der Sonnenseite des Turms aber ist der größte Kasten für Insekten reserviert.

    Bei der Fertigstellung dieser speziellen Nisthilfe engagierten sich Schüler des 10ner Technikkurses der Sekundarschule Straelen/Wachtendonk. In mehreren Unterrichtsstunden bereiteten sie das „Nistmaterial“ für verschie-dene Wildbienen- und Wespenarten vor. Dazu erhielten sie das Material und den fachlichen Rat vom NABU. So wurden Eichenholzscheite seitlich angebohrt, damit sie nicht reißen. Während die gerade umher fliegenden pummeligen „Gehörnten Mauerbienen“ Bohrlochweiten von 8-10 mm Durchmesser bevorzugen, können die nur 2-4 mm großen Löcher später im Jahr z.B. von Keulenwespen und ihrer Brut bezogen werden. Auch Schilfmatten wurden passend zugeschnitten. In diese Pflanzenstängel legen verschiedene Insekten ihre Eier. Die daraus schlüpfenden Larven bzw. die Puppen überwintern darin bis zum folgenden Frühjahr oder Som-mer. Niststeine aus Ton und Lehmziegel ergänzen das Angebot an Nist-materialien.
    Einigen Aufwand verlangte der abschließende Zusammenbau dieser Rie-sennisthilfe: Vor Ort fügten sie Schüler alle Materialien in den hoch hän-genden Kasten ein und sicherten es gegen Herausfallen. Dieser aktive Beitrag zum Schutz von solitären Bienen und Wespen hat allen viel Spaß gemacht. Die Schüler haben einiges über die für die Bestäubung wichti-gen Wildbienen gelernt. Aber auch einzeln lebende Wespenarten erwie-sen sich für sie als spannend – denn als Fleischfresser machen sie sich durch das Eintragen von Blattläusen und kleinen Spinnen in die Niströhr-chen nützlich. Da passt die Lage des Turms am Abzweig „Zur Spinne“ doch bestens.